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Le Chemin Parcouru: My Path of Magick Studies and Practices

  • vor 4 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Wege durch die Magie sind selten geradlinig. Sie winden sich, falten sich zurück, öffnen sich in unerwartete Räume und verschwinden manchmal ganz — nur um in einer anderen Form wieder aufzutauchen. In den letzten zwei Jahrzehnten bin ich viele dieser Wege gegangen, manchmal leichtfüßig, manchmal tief, immer aufmerksam lauschend. Dieser Artikel ist keine Landkarte dessen, was du tun solltest. Er ist eine Reflexion darüber, was Neugier, Urteilsvermögen und Kontext mich gelehrt haben — und wie Magie sich parallel zum Leben selbst entwickeln kann.


Von Anfang an waren meine magische Praxis und mein spiritueller Weg nie getrennt. Sie bewegten sich gemeinsam, leiteten und formten einander im Laufe der Zeit. Während sich Formen, Namen und Methoden verändert haben, blieb das zugrunde liegende Weltbild erstaunlich beständig. Im Kern war mein Weg immer animistisch — ja, sogar omnistisch — verwurzelt in dem Gefühl, dass alles eine Lebensenergie trägt, dass alles im Universum tief miteinander verbunden ist und dass sich zumindest ein Funken Wahrheit in allen spirituellen und religiösen Wegen dieser Welt finden lässt.


Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre war Wicca überall präsent. In meinen Teenagerjahren spähte ich in Gardnerianische Kreise hinein und erkundete offenere Wicca-Praktiken, inspiriert von Autor:innen wie Scott Cunningham und Starhawk, doch ich verweilte nie lange an einem Ort. Stattdessen zog es mich zu Ansätzen, die Ritual mit dem Alltag verbanden — einer Magie, die mit dem Land, den Jahreszeiten und meiner eigenen Intuition atmen konnte, ohne starre Hierarchien oder Dogmen.


Von dort aus vertiefte sich meine Neugier auf natürliche Weise in Volksmagie, Küchenmagie und traditionelle Heckenpraktiken. Diese Wege sprachen mich auf eine Weise an, wie es zeremonielle oder „hohe“ Magie nie tat: durch Pflanzen, Schwellen, Geister und die stille, transformative Arbeit, die zwischen den Welten geschieht. Über mehr als ein Jahrzehnt wurde Heckenmagie zu einem zentralen Faden meiner Praxis, geprägt von schamanischen Einflüssen und einer gelebten Beziehung zum Unsichtbaren. Besonders der nordische Schamanismus wurde und bleibt ein lebendiger Bestandteil meiner Praxis — seine liminale Arbeit, die Verbindung zu den Ahnen und trancebasierte Methoden leiten und inspirieren meine Magie bis heute.


Zunächst faszinierte mich die Vielfalt britischer magischer Wege, und beim Erkunden traditioneller Hexenkunst suchte ich auch zu verstehen, welche Praktiken in meinem Heimatland überlebt hatten. Doch es sind die britischen Traditionen, die wirklich haften blieben — die mir nah erschienen, die ich in die tägliche Praxis integrieren konnte. Die Ähnlichkeiten zu dem, was ich bereits aus meiner Heimat kannte, ließen sie vertraut und lebendig wirken. Schließlich hat die Schweiz eine reiche Geschichte, geprägt von keltischen, germanischen und römischen Kulturen, und ich konnte Echos dieses Ahnenerbes in den Praktiken spüren, zu denen ich mich hingezogen fühlte.


Als sich meine Praxis an neue Kontexte anpasste, begann ich Ansätze zu erkunden, die Flexibilität, Experimentierfreude und kreativen Umgang mit Symbolen betonen — Ideen, die Prinzipien der Chaosmagie widerspiegeln. In jüngerer Zeit ist für mich die narrative Magie zu einem zentralen Interesse geworden, die es ermöglicht, Bedeutung, Intention und Transformation durch Geschichten und Symbole im Alltag zu gestalten. Ich bin keine Chaosmagierin im strengen Sinne, doch diese Werkzeuge haben mir geholfen, mit Energie, Narrativ und Vorstellungskraft in einer Weise zu arbeiten, die auf die Welt um mich herum reagiert.


Auf diesem Weg begegnete ich auch Magien und mystischen Lehren anderer Kulturen — Hoodoo, Qabbalah, christliche Mystik und New-Age-Praktiken, denen ich durch meine Familie ausgesetzt war. Alle faszinierten mich, und jede bot Einblicke in Ritual, Symbolik und Wege, mit dem Unsichtbaren in Verbindung zu treten. Doch keine von ihnen resonierte vollständig als persönlicher Weg für mich. Statt sie für mich zu beanspruchen, wählte ich es, mit Respekt, Neugier und einem klaren Sinn für kulturellen und historischen Kontext zu beobachten und zu lernen.


Magie war für mich nie starr, nie exklusiv. Sie ist ein Gespräch — mit der Welt, mit dem Unsichtbaren und mit sich selbst. Jede Tradition, Praxis und Begegnung hat Spuren hinterlassen, doch keine hat die Gesamtheit meines Weges definiert. Heute ist meine Praxis fließend, anpassungsfähig und zutiefst persönlich, geprägt von Neugier, Respekt und dem Mut, sie zu meinem eigenen zu machen.


Warum also nehme ich dich mit auf diese persönliche Reise durch die Magie, fragst du vielleicht? Weil ich dich ermutigen möchte, deinem eigenen Weg zu vertrauen, deinen Instinkten zu folgen und neugierig zu bleiben. Welchen Weg du auch gehst, er kann ebenso lebendig, sich entwickelnd und miteinander verbunden sein — bereit, von dir mit Absicht und Herz erkundet zu werden.

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Hallo, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin Nicole – urban aus Überzeugung, mystisch von Natur aus. Ich liebe schwarze Katzen, guten Chai oder Matcha und Gespräche, die spät am Abend anfangen und mit plötzlichen Erleuchtungen enden. Irgendwo zwischen Excel-Tabellen und Zauberkarten habe ich meine Berufung gefunden: Menschen zu helfen, das Chaos, die Magie und selbst die Montage zu verstehen.

Dies hier ist mein Kessel – ein Ort, an dem modernes Leben auf moderne Mystik trifft, gewürzt mit Neugier, einer Prise Rebellion und einer ordentlichen Portion Herz. Mach es dir gemütlich, gönn dir etwas Warmes zu trinken, und lass uns gemeinsam entdecken, welche Magie sich in unserem Alltag versteckt.

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